Friedensappell und Gebet
Kranker Papst erlebt Fastenzeit als "Zeit der Heilung"

Der erkrankte Papst erlebt die aktuelle Fastenzeit vor Ostern als „Zeit der Heilung“ für Seele und Körper. In seiner vom Vatikan schriftlich verbreiteten Sonntagsansprache appellierte er an die katholischen Gläubigen, es ihm gleichzutun. „Gebrechlichkeit und Krankheit sind Erfahrungen, die uns alle verbinden“, schreibt Franziskus, der sich derzeit von schweren Atemwegsinfektionen erholt und darum die Rede nicht persönlich am Petersplatz verlesen konnte.
Das 88-jährige Kirchenoberhaupt nutzte die Gelegenheit, um auf die derzeitigen Konflikte im Südsudan aufmerksam zu machen, die er mit Sorge verfolge. „Ich erneuere meinen dringenden Appell an alle Verantwortlichen, sich nach Kräften für eine Verringerung der Spannungen im Land einzusetzen“, so Franziskus. Es sei notwendig, die Meinungsverschiedenheiten beiseite zu legen und sich mit Mut und Verantwortungsbewusstsein an einen Tisch zu setzen und einen konstruktiven Dialog zu beginnen. „Nur so wird es möglich sein, das Leid der geliebten sudanesischen Bevölkerung zu lindern und eine Zukunft in Frieden und Stabilität aufzubauen.“
Für das Nachbarland Sudan forderte der Papst neue Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien. Zudem sollte die internationale Gemeinschaft ihre Anstrengungen verstärken, um der erschreckenden humanitären Katastrophe zu begegnen.
Weiter rief Franziskus zu Friedensgebeten auf für die Ukraine, Palästina, Israel, den Libanon, die Demokratischen Republik Kongo sowie für Myanmar, das auch unter dem Erdbeben leide.
KNA