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Hospizverein Kempten-Oberallgäu eröffnet Büro in Immenstadt

Mit Unterstützung der Klinik Immenstadt hat der Hospizverein Kempten-Oberallgäu im Juni ein neues Büro in Immenstadt eröffnet. Es befindet sich im Neubaubereich der örtlichen Klinik und ermöglicht Schwerstkranken aus dem Oberallgäu und Angehörigen eine Beratung vor Ort. Sie müssen nicht mehr wie bislang eigens nach Kempten fahren.

Mit Unterstützung der Klinik Immenstadt hat der Hospizverein Kempten-Oberallgäu im Juni ein neues Büro in Immenstadt eröffnet. Es befindet sich im Neubaubereich der örtlichen Klinik und ermöglicht Schwerstkranken aus dem Oberallgäu und Angehörigen eine Beratung vor Ort. Sie müssen nicht mehr wie bislang eigens nach Kempten fahren.

Der Hospizverein reagiert mit dem neuen Angebot aber auch auf den wachsenden Bedarf an Begleitung am Lebensende. „Es wird mehr über das Sterben gesprochen. Es wird wieder in die Gesellschaft zurückgeholt“, sagt Mandy Rueß, hauptamt­liche Koordinatorin des Hospizvereins. Zweimal in der Woche, dienstags von 10 bis 12 und donnerstags von 15 bis 17 Uhr, ist sie in Immenstadt vor Ort.

Rueß ist Ansprechpartnerin für unterschiedliche Fragen, die am Ende des Lebens zum Tragen kommen. So kann sie etwa bei Fragen zur Patientenverfügung weiterhelfen oder ein erstes Gespräch anbieten, wenn Angehörige seit kurzem ein schwerstkrankes Familienmitglied zuhause haben und sich fragen, wie es jetzt weitergeht. „Wir schauen dann: Was braucht der Kranke, was braucht die Familie?“, sagt Rueß. Gerade wenn eine Erkrankung schnell voranschreitet, gelte es, rasch Entlastung zu schaffen und ein Netzwerk für die bestmögliche Versorgung aufzubauen. So hilft Rueß, die eng mit dem Sozialdienst der Klinik und den Hausärzten zusammenarbeitet, auch bei Anträgen und klärt mit den Beteiligten, wie eine Versorgung in der letzten Lebensphase im häuslichen Bereich möglich ist.

Nicht selten fährt sie von Immenstadt aus auch zu Hausbesuchen ins Oberallgäu oder schaut sich als pallia­tive Fachkraft die häuslichen Gegebenheiten vor Ort an, wenn die Frage im Raum steht, ob ein schwerstkranker Patient noch einmal aus der Klinik nach Hause entlassen werden kann. Besondere Sensibilität erfordert die palliative Beratung.

Größte Stütze des Hospizvereins sind die ehrenamtlichen Hospizbegleiter, die regelmäßig zu Schwerstkranken und Sterbenden in der Region fahren und Zeit mit ihnen verbringen – eine enorme Entlastung für die Angehörigen, die mitunter selbst noch berufstätig sind oder im Alter ihren Partner zuhause pflegen. Drei ehrenamtliche Hospizbegleiter-Gruppen gibt es im Oberallgäu. Den Einsatz der Ehrenamtlichen koordinieren als Einsatzleiterinnen in Sonthofen Dorothea Steger, in Oberstdorf Hildegard Milz und in Immenstadt Eva Kliebhan. „Die Gruppen leisten hervorragende Arbeit“, sagt Rueß. Durch das neue Büro könne man aber auch hier das Netz noch enger spannen und „der Hospizarbeit vor Ort ein Gesicht geben“.

Im Büro des Hospizvereins, das sich neben dem Raum der Klinikseelsorge befindet, können Gespräche vertraulich und in geschütztem Rahmen geführt werden. Es ist hell und freundlich gestaltet. „Wir wollen eine Atmosphäre der Geborgenheit schaffen“, sagt Rueß.    

Susanne Loreck

Information:
Hospizverein Kempten-Oberallgäu
Telefon 08 31/96 08 58-0
www.hospiz-kempten.de

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