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Woelki besorgt über polnische Pflegekräfte in Deutschland

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki beobachtet mit Sorge den Dienst vieler polnischer Pflegekräfte in Deutschland. "Anstatt dass diese Menschen sich um ihre eigenen Familienangehörigen kümmern, kommen sie hierher und pflegen unsere Menschen", sagte er am Montag im Kölner domradio." Ich denke, dass dies so auf Dauer nicht funktioniert." Denn die eigenen Kinder blieben als "Euro-Waisen" zurück; und auch die eigenen Eltern.

Nach den Worten des Erzbischofs muss Deutschland ein System entwickeln, in dem jüngere Generationen die alten und kranken Menschen betreuen. Zudem benötigten Länder wie Rumänien oder Polen Unterstützung, damit dort Lebensverhältnisse entstehen, bei denen Pflege ähnlich gut bezahlt wird wie in Deutschland. "Es muss sich für diese Menschen lohnen, zu Hause zu bleiben, damit sie dort ihren Dienst an der Gesellschaft tun", so Woelki.
Der Kardinal beklagte eine "Spannung in den Lebensverhältnissen" zwischen Ost- und Westeuropa. "Wir müssen schauen, dass wir auch in Europa eine gerechtere Verteilung des Reichtums und des Wohlstands hinbekommen", sagte Woelki. Viele Menschen aus Osteuropa seien in die Bundesrepublik gekommen, um Geld zu verdienen, dann aber auf der Straße gelandet.
Woelki äußerte sich anlässlich der diesjährigen Pfingstaktion des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis, die er am Sonntag im Kölner Dom eröffnet. Sie steht unter dem Leitwort "Bleiben oder gehen?" und will auf das Schicksal der "stillen Migranten" aufmerksam machen, die ihr Glück im Westeuropa suchen.

KNA

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