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Sprengsatz detoniert vor Sitz der Bischofskonferenz von Mexiko

In Mexiko ist laut Medienberichten am Dienstagmorgen ein Sprengsatz vor dem Sitz der Mexikanischen Bischofskonferenz explodiert. Dabei kam es zu einem leichten Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Über die Hintergründe des mutmaßlichen Anschlags ist bislang nichts bekannt.

In einer ersten Stellungnahme schloss der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Weihbischof Alfonso Miranda Guardiola, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen nicht aus, betonte aber zugleich: "Wir werden das Verwaltungsgebäude der Mexikanischen Bischofskonferenz nicht in einen Bunker verwandeln. Die Bischöfe und Geistlichen werden ihre Mission im ganzen Land fortsetzen."
Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Basilika von Guadalupe. Das Marien-Heiligtum am Tepeyac-Hügel in einem Außenbezirk von Mexiko-Stadt gilt als größter Wallfahrtsort der Welt und wird jährlich von 20 Millionen Pilgern besucht. Die mexikanische Regierung verurteilte in einer Stellungnahme den Vorfall.
Der Bischof von Cuernavaca, Ramon Castro, sagte, der Anschlag zeige einmal mehr die angespannte Lage im Land. Im Juni erfassten die Behörden 2.234 Morde, so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. In Mexiko-Stadt nahmen Kriminalität und Gewalt laut Medienberichten deutlich zu; auch die katholische Kirche blieb davon nicht unberührt. In den vergangenen fünf Jahren wurden mindestens 18 Priester ermordet.

KNA

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