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Solwodi fordert mehr Hilfen für Frauen aus Nigeria

Die Frauenhilfs- und Menschenrechtsorganisation Solwodi fordert eine Änderung des Asylrechts. Das Dublin-Asylverfahren müsse für nigerianische Frauen ausgesetzt werden, die ansonsten in die Prostitution abrutschen könnten, sagte die Gründerin und Vorsitzende von Solwodi, die Ordensschwester Lea Ackermann, am Montag in Boppard.

Laut Ackermann endet für immer mehr Frauen aus dem afrikanischen Land die Flucht in der Prostitution. Sie würden auf dem Weg nach Italien oder in ihrer Heimat Opfer von Menschenhändlern, weil sie zu einem Voodoo-Schwur gezwungen würden. Sie müssten später überzogene Kosten an Schlepper zahlen, anderenfalls würden sie und ihre Familien mit dem Tod bedroht. Selbst nach einem erfolgreichen Asylverfahren in Italien gebe es für die Frauen dort keine Zukunft. Nach der Dublin-Vereinbarung durchlaufen Flüchtlinge in dem EU-Land das Asylverfahren, in dem sie erstmals europäischen Boden betreten.

KNA

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