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Neues SOS-Kinderdorf in Damaskus eröffnet

Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer hat ein neues Kinderdorf in Syrien eröffnet. Zwölf Kriegswaisen im Alter von 2 bis 13 Jahren haben ihr neues Zuhause am Stadtrand von Damaskus bereits bezogen, weitere 70 sollen in den kommen Wochen folgen, wie die Organisation am Mittwoch in München mitteilte. Die Kinder erhalten dort den Angaben zufolge eine familiennahe Betreuung und psychologische Hilfe, um die erlittenen Traumata zu bewältigen.

„Diese Kinder haben eines gemeinsam: Sie sind ohne Schutz und ohne Bildung, zwischen Elend und Krieg aufgewachsen, ständige Gewalt und Angst haben tiefe Spuren in ihren Seelen hinterlassen“, sagte Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer in München. Die Folgen seien verheerend; viele Kinder würden vermutlich noch Jahrzehnte an den psychologischen Folgen von Terror, Gewalt und Verlust leiden.

Die neue Unterkunft liegt am Rand von Damaskus; das Grundstück ist den Angaben zufolge rund 10.000 Quadratmeter groß und bietet Wohnungen für die Kinderdorf-Familien, dazu Gruppen- und Therapieräume sowie ausreichend Spiel- und Bewegungsflächen auch im Grünen. Die Gegend gilt als sicher. Bisher ist es dort zu keinen Kampfhandlungen gekommen.

Die SOS-Kinderdörfer in Syrien sind seit mehr als 30 Jahren im Land aktiv. Aktuelle Einsatzgebiete sind eigenen Angaben zufolge das zerstörte Aleppo, die Hafenstadt Tartus sowie Damaskus und Umgebung. Die SOS-Nothilfe habe bislang mehr als 300.000 Kinder und Erwachsene erreicht.

KNA

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