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Medienexperte: Kirche tritt im Netz für Wertediskurs ein

Der Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz, Andreas Büsch, sieht die katholische Kirche als Wertevermittler im Netz. "Der Beitrag der katholischen Kirche angesichts der Digitalisierung besteht in einem nachdrücklichen Eintreten für einen Wertediskurs und die Geltung rechtlicher sowie ethisch-moralischer Standards", sagte Büsch, der an der Katholischen Hochschule Mainz lehrt, auf der Medienkonferenz Republica am Montag in Berlin. Das gelte auch angesichts von Hasskommentaren und einer Verrohung im Netz. Schlussendlich müsse der Einzelne aber die Werte im Netz leben.

Für die Publizistische Kommission der Deutschen Bischofskonferenz sei die Medienbildung ein Schwerpunkt, erklärte Büsch. Dabei müssten für alle Altersklassen entsprechende Angebote gefördert werden - Schüler, Erwachsene und Senioren. Niemand dürfe sich ausgeschlossen fühlen. Die Kirche könne hier gut aktiv werden, da sie in allen Altersgruppen präsent sei, fügte Büsch hinzu. Für besonders sinnvoll halte er das Lernen zwischen den Generationen - etwa, wenn die Enkelin der Großmutter vor dem Auslandsjahr die Sozialen Netzwerke erkläre.
Die Deutsche Bischofskonferenz hatte im Herbst 2016 ein Impulspapier zur Netzpolitik veröffentlicht. Unter dem Titel "Medienbildung und Teilhabegerechtigkeit" fordern die Bischöfe darin, den Prozess der Digitalisierung mit den Prinzipien der katholischen Soziallehre zu begleiten. Angesichts eines "Primats der Ökonomie" sei es nötig, ethische Fragen zu thematisieren, etwa welche Rolle der Mensch in diesen Veränderungen spiele.
Allen Menschen solle Teilhabe in den "durch Digitalisierung geprägten gesellschaftlichen Feldern" ermöglicht werden, heißt es in dem Papier. Grundsätzlich brauche es dabei ordnungspolitische Regelungen, die sowohl dem christlichen Menschenbild als auch der Dynamik der Medienwelt Rechnung trügen. Der Beitrag der katholischen Kirche angesichts der Digitalisierung bestehe im "nachdrücklichen Eintreten für einen Wertediskurs und rechtliche sowie ethisch-moralische Standards".
KNA

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