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Italiens Kultusministerium erörtert Kirchenunfall von Florenz

Das italienische Kultusministerium hat den tödlichen Unfall in einer Florentiner Kirche in einem Zeitungsartikel erörtert. Der Generaldirektor der Forschungsabteilung des Ministeriums, Francesco Scoppola, forderte in der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ (Freitagsausgabe) etwa bessere Präventionsmaßnahmen und mehr Einsatz für die Instandhaltung der Kulturdenkmäler des Landes.

Bedrohte Kulturdenkmäler schienen nun selbst zur Bedrohung zu werden, schreibt der Architekt und Restaurator eine Woche nachdem in Florenz ein spanischer Tourist in einer Kirche von einem herabstürzenden Deckenteil erschlagen wurde.

Die Staatsanwaltschaft von Florenz ermittelt derzeit wegen Totschlags gegen mehrere Personen. Italienischen Medienberichten zufolge sprechen die bisherigen Erkenntnisse für ein Unglück.

Es gebe durchaus unvorhersehbare Fälle, bei denen die für das Unglück verantwortlich gemachten möglicherweise mehr Pech hätten als Schuld, schreibt Scoppola in seinem Kommentar für die Vatikanzeitung. Unabhängig von eventuellen Verantwortlichen und Schuldigen mahnt er eine Einhaltung geltender europäischer Regeln und Normen an. Kontinuierliche Instandhaltungsarbeiten müssten gewährleistet und durch Spezialisten ausgeführt werden, so der Architekt. Er kritisiert jedoch auch eine zu hohe Steuerbelastung solcher Arbeiten in Italien.

Zugleich stellt Scoppola fest, dass Italien mit 23 Prozent nur einen Bruchteil der möglichen europäischen Fördergelder ausschöpfe. Daneben kritisiert er auch Fälle von Korruption bei der Auftragsvergabe.

KNA

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