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Hochschuldekan kritisiert Numerus clausus für Medizinstudium

Der Dekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), Edmund Neugebauer, hat sich kritisch über das Zulassungsverfahren für das Medizinstudium geäußert.

Neugebauer sagte am Mittwoch im rbb-Inforadio, der Numerus clausus bilde nur bedingt jene Qualitäten ab, die für einen künftigen Arzt notwendig seien.

„Ich kann ja nicht davon ausgehen, dass wer gut auswendig lernen kann und viel Wissen hat, dieses Wissen auch effektiv und sozial kompetent rüberbringt an den Patienten“, erklärte der Experte. „Medizin ist für die Patienten da und nichts anderes, auch nicht für einen selber“, erklärte Neugebauer. Die soziale Kompetenz der Studierenden sei daher aus seiner Sicht viel wichtiger als die Abiturnote.

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am Mittwoch über die Frage, ob die geltenden Regeln für die Vergabe von Studienplätzen im Fach Medizin mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Die bundesweit zentrale Verteilung der Studienplätze nach dem Numerus clausus der Bewerber steht seit langem in der Kritik. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bezweifelt, dass die Vergabepraxis verfassungskonform ist.    KNA

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