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"Heavy-Metal-Pfarrer" sieht keinen Widerspruch zum Glauben

Heavy-Metal-Musik und Christentum müssen aus Sicht des Schweizer "Heavy Metal-Pfarrers" Samuel Hug (34) kein Widerspruch sein. Bei dieser Musikrichtung gehe es nicht zwangsläufig um Gewalt, Okkultismus, Satan und Neuheidentum, sagte er im Interview des Pressedienstes kath.ch (Donnerstag). "Wer Heavy-Metal-Fans pauschal als Teufelsanbeter abtut, tut dem Großteil der Metaller massiv unrecht", so der reformierte Pfarrer und Hobby-Hardrock-Musiker, der seit 100 Tagen die Gemeinde Niederbipp im Kanton Bern leitet.

Oft kokettierten die Bands auch nur augenzwinkernd mit den düsteren Themen der Szene. "Die Frage ist also: Was steckt hinter der Fassade?", fragt Hug: "Wo werden aus christlicher Sicht kritisch-konstruktiv Fragen des Glaubens und Lebens aufgenommen, wo wir als Christen ins Gespräch einsteigen können? Wo hingegen muss ich mich abgrenzen?"
Bei der Verherrlichung von Gewalt, Pornografie oder Blasphemie sei diese Grenze erreicht. "Wenn aber ein Song zur kritischen Reflexion einlädt und vielleicht den Finger in wunde Punkte unserer Glaubenspraxis legt und blinde Flecken unserer kirchlichen Welt aufzeigt, lasse ich mich gerne darauf ein."
Viermal im Jahr feiert Hug in Schweizer Szenelokalen "Metal-Gottesdienste" mit entsprechender musikalischer Begleitung und anschließendem Konzert. Da Metal-Fans häufig sehr kirchenkritisch seien, feiere er die Gottesdienste nicht in seiner Kirche, sondern wolle die Menschen da aufsuchen, wo sich gerne aufhalten. "Wir beten, ich predige, wir feiern Abendmahl. Zusammen mit einer Band beten wir Gott an, wir bekennen den Glauben, wir beten für die Welt - und auch der Segen gehört dazu."

KNA

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