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Erzbistum Köln zieht positive Bilanz der Flüchtlingsboot-Aktion

Das Erzbistum Köln zieht eine positive Bilanz seiner Flüchtlingsboot-Aktion. Die Kampagne mit dem Gefährt aus Malta habe „sehr plastisch vor Augen geführt“, welche Risiken Menschen auf sich nehmen und welche Ängste sie ausstehen, um in einer solchen „Nussschale“ über das Meer zu fahren, sagte der Leiter der Medienabteilung, Robert Boecker, dem Kölner domradio. Das sieben Meter lange und 800 Kilo schwere Boot war ein Jahr lang durch verschiedene Gemeinden des Bistums gereist und warb unter dem Motto „Alle in einem Boot“ für Solidarität mit Flüchtlingen.

Die Aktion sei in den Gemeinden sehr gut angenommen worden und habe die Menschen bewegt, betonte Boecker. Auf der einjährigen Reise habe das Gefährt auch in Schulen und Berufskollegs gestanden. „Da haben dann 70 Schüler versucht, sich in das Boot zu quetschen“, erläuterte Boecker. Dabei hätten sie eine Vorstellung davon entwickeln können, was Menschen auf sich nehmen, um Leid und Not in ihren Heimatländern zu entkommen.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hatte das Flüchtlingsboot, das von der maltesischen Armee bei einem Rettungseinsatz beschlagnahmt worden war, im Mai 2016 von Malta nach Köln bringen lassen. Bei der Fronleichnamsmesse im vorigen Jahr auf dem Roncalliplatz neben dem Dom diente es als Altar. Danach wurde das Fahrzeug zunächst im Kölner Dom aufgestellt, um als „Mahnzeichen“ an die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge zu erinnern.

Zum Abschluss der Reise stand das Boot unter dem Titel „Rette sich, wer kann“ in der Elisabethkirche in Bonn. Es war dort in ein Programm mit Bezug zur Weltklimakonferenz COP23 (6. bis 17. November) eingebunden. Am Sonntag übergab Woelki das Boot dem Haus der Geschichte in Bonn, wo es in die Dauerausstellung integriert werden soll.

KNA

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