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Die beiden großen Kirchen eröffnen ihre Fastenaktionen

Mit festlichen Gottesdiensten in Frankfurt am Main und Trier haben die beiden großen Kirchen am Sonntag ihre diesjährigen Fastenaktionen eröffnet. Dabei stellen die Katholiken bis Ostern die Innovationskraft afrikanischer Bauern in den Mittelpunkt. Die Protestanten werben für Entschleunigung im Alltag.

Im Trierer Dom startete die vom katholischen Entwicklungshilfswerk Misereor getragene Fastenaktion unter dem Motto "Die Welt ist voller Ideen. Lass sie wachsen". Der westafrikanische Staat Burkina Faso ist Beispielland der Kampagne. Dort leben 80 Prozent der 19 Millionen Einwohner von Landwirtschaft und Viehzucht. Misereor unterstützt Projekte, um etwa die Milchproduktion zu steigern oder landwirtschaftliche Innovationen voranzubringen.
In seiner Predigt würdigte der Trierer Bischof Stephan Ackermann die Kreativität afrikanischer Bauern. Sie entwickelten mithilfe von traditionellen und modernen Methoden natürliche Mittel gegen Schädlinge und Krankheiten. Der Bischof mahnte einen bewussteren und die Interessen aller Menschen berücksichtigenden Lebensstil in Deutschland an. "Wir wissen sehr genau, dass unsere Weise zu konsumieren und Ressourcen dieser Erde zu verbrauchen, zulasten der Armen geht, und doch tun wir uns schwer, unsere Lebensweise umzustellen." Solange Menschen in Entwicklungsländern reelle Lebenschancen vorenthalten würden, blieben auch Frieden und Sicherheit international gefährdet. "Da helfen auf Dauer keine Zäune und Mauern, so hoch und so lang sie auch sein mögen."
An dem Gottesdienst und einem anschließenden Festakt nahmen die Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer (SPD) aus Rheinland-Pfalz sowie der Kardinal der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou, Philippe Nakellentuba Ouedraogo, teil.
Das 1958 gegründete Hilfswerk ist das weltweit größte kirchliche Entwicklungshilfswerk. Die traditionelle Misereor-Fastenaktion beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. Mit Partnern in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika will Misereor Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Seit seiner Gründung brachte Misereor nach eigenen Angaben mehr als sieben Milliarden Euro für über 106.000 Projekte auf.
In der Gethsemanekirche in Frankfurt eröffnete die evangelische Kirche die Fastenaktion "7 Wochen Ohne". Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto "Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort". Im Mittelpunkt steht diesmal ein Appell zum Innehalten in hektischer Zeit.
Die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler rief dabei zur Entschleunigung auf. Augenblicke des Nachdenkens, des Schweigens und des Hörens seien für ein gelingendes Leben unverzichtbar, sagte sie. "Ab und zu langsam zu tun, das macht das Erleben inniger, intensiver, haltbarer", so die Bischöfin. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich jährlich rund drei Millionen Menschen an der Initiative.

KNA

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